MultiDeck Audio Player

MultiDeck Audio Player ist eine App, mit der sich mehrere Audiodateien oder Internet-Streams gleichzeitig abspielen lassen. Der Player kann verwendet werden, um mehrere Audioquellen gleichzeitig zu überwachen oder komplexe Klanglandschaften zu erstellen.

Hauptfenster des Programms

Inhalt

Funktionen im Überblick

Installation

Hinweis: Diese Anleitung befasst sich nur mit der fertig kompilierten Programmversion. Die Installation und Ausführung des Quellcodes ist ausführlich in der Dokumentation des Projekt-Repositories beschrieben.

Systemvoraussetzungen

Erstellt und getestet wurde MultiDeck Audio Player unter Windows 11 sowie Debian Linux 13. Die Funktion auf älteren Betriebssystemen kann nicht garantiert werden.

Einrichtung

Der Player kann ohne besondere Installation durch Aufrufen der MultiDeck-Programmdatei im Hauptverzeichnis gestartet werden (MultiDeck.exe für Windows, ./MultiDeck unter Linux). Im Programmpaket wird die Datei config.ini.example mitgeliefert, welche eine Beispielkonfiguration enthält. Um MultiDeck vollständig portabel zu machen, kann diese Datei als config.ini im Programmverzeichnis gespeichert werden. Andernfalls wird die Konfiguration in den Anwendungsdaten des aktuellen Benutzers hinterlegt, z. B. %APPDATA%\MultiDeckAudioPlayer\ unter Windows.

Installation von FFmpeg

Für die Unterstützung weiterer Audioformate muss auf dem System eine FFmpeg-Installation vorhanden sein, da der Player sonst nur WAV-Dateien verarbeiten kann.

Windows:

Sofern WinGet auf dem System vorhanden ist, genügt folgender Befehl in der Eingabeaufforderung:

winget install Gyan.FFmpeg

Um FFmpeg manuell zu installieren:

  1. Download der FFmpeg-Binärdateien, zum Beispiel von https://www.gyan.dev/ffmpeg/builds/ (ausreichend ist ffmpeg-release-essentials.zip).
  2. Archiv extrahieren.
  3. ffmpeg.exe aus dem Bin-Verzeichnis in den Multideck-Ordner kopieren oder den Pfad zum Bin-Verzeichnis in die Path-Umgebungsvariable von Windows aufnehmen.

Linux und MacOS:

Hier ist FFmpeg in der Regel über die Paketquellen des Systems erhältlich.

Debian/Ubuntu:

sudo apt update
sudo apt install ffmpeg;

Fedora:

sudo dnf install ffmpeg

macOS:

brew install ffmpeg

Aufbau des Players

Das Programmfenster entspricht weitgehend einer Standardansicht, bestehend aus Menüleiste, Arbeitsbereich und Statusleiste. Die Menüleiste enthält alle Funktionen zur Steuerung des Programms. Im Arbeitsbereich befindet sich die Deckliste, die globale Playersteuerung für alle Decks sowie die individuellen Steuerelemente des gerade aktiven Decks. In der Statusleiste lassen sich Informationen zum aktiven Deck, dem Mixermodus und der Lautstärke ablesen. Nachfolgend wird näher auf die einzelnen Programmbereiche eingegangen.

Datei

Deck

Wiedergabe

Ansicht

Werkzeuge

Hilfe

Der Arbeitsbereich

Im linken Bereich des Fensters befinden sich die Auswahl des Betriebsmodus, die globale Wiedergabesteuerung sowie die Deckliste. Diese Bereiche entsprechen dem Master-Mix und der Spurliste einer digitalen Audio-Workstation (DAW). Der rechte Bereich enthält die Steuerelemente für das jeweils aktive Deck.

Betriebsmodi

Deckliste

Die Deckliste dient zur Auswahl des aktiven Decks. Um das Deck zu wechseln, muss es lediglich mit den Pfeiltasten oder der Maus ausgewählt werden. Neben dem Decknamen wird der geladene Inhalt angezeigt sowie der Aufnahmestatus und das gewählte Ausgabegerät. Über das Kontextmenü stehen die Funktionen aus dem Deckmenü sowie zum Ändern des Ausgabegeräts zur Verfügung:

Steuerung für aktives Deck

Statusleiste

Die Statusleiste ist in 3 Bereiche aufgeteilt:

Programmoptionen

Die Optionen sind über das Menü Werkzeuge oder mittels Ctrl+Shift+O aufrufbar. Über die Kategorieliste können die einzelnen Einstellungsseiten angewählt werden. Die Schaltfläche „OK” speichert sämtliche Einstellungen und schließt den Dialog, während die Übernehmen-Schaltfläche nur die Einstellungen der aktuellen Kategorie speichert und den Dialog geöffnet lässt. Einige Optionen erfordern möglicherweise einen Neustart des Programms, worauf beim Speichern hingewiesen wird.

Allgemein

Audio

Automatisierung

Aufnahme

Streaming

Sprachausgabe

Erweiterte Konfiguration

Einige spezielle Optionen können nur über die Datei config.ini im Programmverzeichnis oder in den Multideck-Anwendungsdaten angepasst werden.

Im bereich [UI]:

Zusätzliche Optionen im Bereich [Streaming]:

[Recent]:

[Logging]:

Audioeffekte

Über das Werkzeuge-Menü oder mit der Tastenkombination Ctrl+Shift+E sind einige Audioeffekte für den Mastermix oder jedes Deck einzeln verfügbar. Zunächst muss hierfür in der Effektkettenliste das gewünschte Deck oder der Mastermix gewählt werden. Die Effekte sind pro Deck in zwei Seiten unterteilt: Integrierte Effekte und VST-Plugins.

Integrierte Effekte

VST-Plugins

Auf dieser Seite können VST-Plug-ins als einzelne Datei oder als Bundle-Ordner geladen werden. Sie sind in einer Liste aufgeführt und lassen sich beliebig in der Effektkette verschieben. Es werden nur VST3-Effekte unterstützt. Die Parameter des gewählten Plug-ins lassen sich im Panel in der unteren Bildschirmhälfte anpassen. Um das native GUI des Plugins aufzurufen, kann die Schaltfläche „Editor öffnen” verwendet werden.

Projektdateien

Um nicht bei jedem Öffnen des Players alle Decks manuell neu laden zu müssen, kann MultiDeck Audio Player die Deck- und Mixerkonfiguration in Projektdateien („*.mdap“) hinterlegen, und diese über den Dateimanager oder aus dem Programm heraus öffnen. Auch einige Programmeinstellungen lassen sich projektspezifisch abspeichern und werden unabhängig von den in den Optionen festgelegten Einstellungen beim Öffnen der Projektdatei angewendet. Folgende Einstellungen werden übernommen:

Veränderungen im Mixer sowie der Deckliste werden vom Player automatisch erkannt und durch einen Stern in der Titelleiste als nicht gespeicherte Änderung am Projekt gekennzeichnet. Beim Schließen des Players fragt das Programm, ob die Änderungen übernommen werden sollen. Die angewendeten Effekte müssen momentan manuell gespeichert werden, hierzu reicht aber das Auslösen der Speicherfunktion im Datei-Menü (Ctrl+S).